Auch wenn wir wegen der Spannung und nicht des Geldes wegen wetten, so ist ein echter Geldeinsatz doch Voraussetzung. Denn nur Gewinn oder Verlust des Einsatzes sind der Beweis, ob die Überzeugung richtig oder falsch war. Der Einsatz ist das kontrollierte Risiko, das wir eingehen, um unsere Überzeugung auf die Probe zu stellen. Das Risiko muss stets kontrolliert stattfinden. Die Bedingungen der Buchmahcer müssen fair sein. Und eine Wette zu verlieren, darf niemals zu persönlichen Problemen führen. Deswegen nie mit Geld wetten, das einem bei Verlust spürbar „wehtut“. Niemals heimlichen wetten. Und niemals wetten, um Verlusten hinterher zu jagen.

Sportwetten bieten eine Vielzahl an unterschiedlichen Wettmöglichkeiten. Eine hohe Ereignisfrequenz führt zu einer schnellen Spielabfolge. Dies birgt die Gefahr, in kurzer Zeit viel Geld zu verspielen. Ein erhöhtes Verlustrisiko stellt zudem die Kombination aus Wettleidenschaft und Spielbegeisterung dar, da diese einen doppelten Kick vermittelt und so zu vermehrten und höheren Einsätzen führen kann. Auch die Einführung der Live-Wette sowie die weltweit große Auswahl an Wettmöglichkeiten auf Sportveranstaltungen eröffnen Wettinteressierten einen großen Handlungsspielraum, die ein großes Suchtpotential hervorrufen können. Eine weitere Gefahr verbirgt sich hinter den Aussagen der Sportwettenanbieter. Diese werben damit, dass sportbezogenes Wissen die Gewinnchancen steigert. Allerdings beruhen Sportereignisse auf dem Zufallsprinzip und lassen sich nicht beeinflussen. Einen Gewinn zu erzielen, ist somit hauptsächlich Glückssache. (Quelle: Check-dein-Spiel)

Was ist Spielsucht?

In der Medizin wird die Pathologische Spielsucht definiert als:

“Die Störung besteht in häufigem und wiederholtem episodenhaften Glücksspiel, das die Lebensführung des betroffenen Patienten beherrscht und zum Verfall der sozialen, beruflichen, materiellen und familiären Werte und Verpflichtungen führt”

Quelle: ICD-Code.

Spielsucht kann diagnostiziert und behandelt werden. Ob man die Symptome an sich selbst erkennt und behandelt oder einen Arzt aufsucht, bleibt dabei natürlich jedem selbst überlassen. Mit diesem Artikel bist du für alle Eventualitäten gewappnet, denn wir erklären, wie du die ersten Symptome selbst erkennen und an wen du dich in einem Ernstfall wenden kannst.

Nachfolgend ein Selbst-Check:

  1. Wettest du bei Langeweile, Stress oder um deine Probleme zu vergessen?
  2. Hast du jemals all dein Geld beim Wetten eingesetzt und/oder verloren?
  3. Wenn du eine Wette verlierst, hast du dann den Drang gleich eine neue abzuschließen, um das Geld zurückzugewinnen?
  4. Hast du schon einmal andere angelogen und dabei die Anzahl und Summer deiner Wetten heruntergespielt?
  5. Sind dir durch deine Wetteinsätze Kontakte zu Familie und Freunden oder auch Hobbys verloren gegangen?
  6. Hast du jemals durch das Wetten deine Arbeit oder dein Studium vernachlässigt?
  7. Priorisiert du deine Wetteinsätze vor anderen Ausgaben fürs alltägliche Leben?
  8. Hast du schon einmal Geld von jemanden geliehen oder gestohlen, um deine Wetten zu finanzieren?
  9. Sind bei dir wegen deiner Wetteinsätze bereits Schuldgefühle aufgekommen?
  10. Haben dir andere Menschen schon einmal gesagt, dass du ein Spielproblem hast?

Anlaufstellen bei Spielsucht

Präventionsmaßnahmen bei Wettanbietern

  • Selbstausschluss: Hierbei teilst du deinem Wettanbieter mit, dass dein Konto für einen bestimmten Zeitraum gesperrt werden soll. Das können zum Beispiel mehrere Monate oder auch mehrere Jahre sein. In dieser Zeit versucht dein Buchmacher dann auch weitere Kontoeröffnungen mit deinen Daten zu unterbinden. Du bekommst außerdem keine Werbemails mehr und wenn der Selbstausschluss abgelaufen ist, musst du zuerst den Kunsenservice kontatkieren.
  • Limits – Einzahlung: Hier legst du deinen persönlichen maximalen Einzahlungsbetrag pro Tag, Woche oder Monat fest. Diesen kannst du dann in aller Regel sofort reduzieren, während eine Erhöhung nur mit einer gewissen Wartezeit von 24 Stunden möglich ist. Diese Option ist immer sinnvoll und nicht nur als Spielsucht-Prävention.
  • Limits – Verlust: Hier legst du deinen persönlichen maximalen Verlustbetrag pro Tag, Woche oder Monat fest. Diesen kannst du dann in aller Regel sofort reduzieren, während eine Erhöhung nur mit einer gewissen Wartezeit von 24 Stunden möglich ist. Diese Option ist immer sinnvoll und nicht nur als Spielsucht-Prävention.
  • Limits – Umsatz: Hier legst du deinen persönlichen maximalen Wett-Umsatz pro Tag, Woche oder Monat fest. Diesen kannst du dann in aller Regel sofort reduzieren, während eine Erhöhung nur mit einer gewissen Wartezeit von 24 Stunden möglich ist. Diese Option ist immer sinnvoll und nicht nur als Spielsucht-Prävention.
  • Cool-Off: Hier kannst du deinen Account für ein paar Stunden oder Tage einfrieren. Nicht ganz so radikal wie der Selbstausschluss, aber trotzdem kann das in bestimmten Situationen durchaus hilfreich sein.